A travers les alpes

Am Samstag 20. Juli 2019 trafen sich Daniel („Wälchli“), Dominic der Organisator, Nicola, Martin (Frey), Martin (Primosig), Markus und der Schreibende um 6h50 im Zug Richtung Bern. Geplant war eine eher unkonventionelle Überquerung der Alpen, von der ausser unserem Tourenleiter Dominic niemand vorher viel gehört hatte.

 

Mit Stefan und unserem Gastfahrer mit RZNordwest Vergangenheit stiegen in Liestal auch zwei Rennvelos im schon vollen Veloabteil zu. Als in Olten dann Damen ihre solid aussehenden Bikes zwischen unserem dünnen Carbon platzieren wollten, erlebten wir unseren Zen-Markus ungewohnt angespannt: zuwenig Reiseerfahrung im Zug? Das Umsteigen in Bern und Visp klappte aber bestens, auch Markus schaffte es in Bern sein Schätzchen den effizienten Händen des SBB-Personals im zusätzlichen Packwagen anzuvertrauen. Rolf stieg in Spiez zu, und bei der Ankunft in Sion stiess noch Daniel (Wampfler) nach einer perfekten(?) Abfahrt von Crans-Montana dazu („habe vier Autos überholt“). 

 

Mit Kaffee und Gebäck im Bahnhofsgarten gab es noch etwas Aufschub, doch sehr bald erinnerte uns Dominic, dass wir noch was vor haben…Und so ging es bei doch schon sommerlich warmen Temperaturen direkt von Sion hoch auf den Col du Sanetsch. Da für Autos eine Sackgasse, ist er mehr ein Strässchen, aber auf der verteilen sich gut 1800 Hm und 5 „Quäldich-Härte-Sterne“ auf knapp 30 km ab Bahnhof. Die Höhenmeter sind, zumindest aus der Sicht des Schreibenden, sehr unregelmässig verteilt, d.h. Abschnitte von bis 15% können mit Flachstücken oder sogar kleinen Zwischenabfahrten jederzeit abwechseln. Kühlende Tunnels wurden an diesem Tag als sehr angenehm empfunden. Was an der Spitze des Feldes genau geschah, davon kann der Schreibende leider nicht berichten, weil er als erster ein Gruppetto einrichtete. In etwa soll aber unser Gastfahrer Nathan Foto-Pausen eingelegt haben, um auf seine Verfolger zu warten… (vielen Dank hier an Martin P. für die aufmunternden Anekdoten im Gruppetto, welche von meiner Seite leider nicht genug würdigend kommentiert werden konnten). 


Da es vor allem für die Spitzenfahrer oben kühl wurde, erlaubten wir uns auf der Passhöhe nur ein obligates Passfoto, bevor wir in die 8-Gondel mit besten Velohaken an der Aussenseite in 2 Gruppen ins Tal nach Gsteig schwebten. Daniel mussten wir dort schon wieder verabschieden, er durfte zurück ins Wallis. Von Gsteig fuhren wir noch gut 10km in schneller Ablösung nach Gstaad. Schnell im Sinne des Tempos, weniger der Dauer einzelner an der Spitze, und Nicola hat diesen verbesserungswürdigen Punkt richtigerweise als Schwerpunkt für die nächsten Trainings vorgeschlagen.

 

In Gstaad steuerte uns Dominic zu einer schönen Terrasse vor einer Bäckerei, wo wir uns verpflegten. Viel mit Getränken, da es auch dort wohl schon gegen 30 Grad hatte, dafür etwas weniger mit Festem, weil es wartete noch der idyllische Col du Mittelberg zwischen Saanen und Jaun auf uns. Dieser war zwar mit 600 Hm vergleichsweise mittel-was-auch-immer, aber die letzten 400 Hm pendelten trotzdem häufig um 10% Steigung, was damit das Feld wieder etwas in die Länge ziehen liess bis zum üblichen Gruppetto. Nach der Abfahrt mussten wir in Jaun mit Rolf einen weiteren Teilnehmer Richtung Jaunpass verabschieden, während die Verbliebenen die letzten 50km bis Fribourg talabwärts „rollten“. Das „Rollen“ beinhaltete dann aber dann doch etliche Gegensteigungen bei über 30 Grad, welche aber wegen der schönen Streckenwahl auf Nebensträsschen („Stefs Variante“), oder mehr noch wegen dem nahen Ziel überraschend euphorisch mit Ausbruchsversuchen aufgenommen wurde. Im Zielort Fribourg kamen wir dann aber geschlossen an, um von Dominic zum sehr passenden Cyclo Café geleitet werden für ein herrlich kühles Getränk: ein perfekter Abschluss für diese sehr eindrückliche Tour! 

 

Vielen Dank an Dominic für die perfekte Organisation, und an alle Teilnehmer für das Gelingen dieses tollen Anlasses!

 

Eric

 

 

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